Konvivialität - Inspirierende Perspektiven für gesellschaftlichen Wandel
Diese Broschüre konzentriert sich auf die folgenden Schlüsselfragen:
Wie können wir in einer so vielfältigen Gesellschaft zusammenleben?
Was kann der christliche Glaube zur Praxis des gesellschaftlichen Zusammenlebens beitragen?
Welche Praktiken und welches soziale Engagement helfen Menschen in ihrer Vielfalt um Zusammenleben gelingen zu lassen?
Das alltägliche Leben wird von vielen Krisen geprägt. Das eine greift in das andere und wird somit zu einer multifunktionalen Krise. Daran wird sich in naher Zukunft nichts ändern, im Gegenteil. Die Welt ist in Bewegung. In dieser Situation ist es wichtig einen Dialog über die Probleme zu beginnen, mit denen wir konfrontiert sind, um einen Weg für Veränderungen zu finden. In einer Demokratie ist es wichtig, dass alle eine Stimme haben - aber es gehören auch die Ohren dazu. „Es reicht nicht, dass ich Stimme habe, die gehört wird, ich brauche auch Ohren, die die anderen Stimmen hören. Und ich würde darüber hinaus sagen, mit den Ohren braucht es auch das hörende Herz, das die anderen hört und ihnen antworten will.“ Einander zu begegnen heißt: „Du hast mir etwas zu sagen, ich will mich von dir erreichen lassen.“ (Hartmut Rosa in: Demokratie braucht Religion). Dabei geht es um „aufhören“ in einem doppelten Sinn: Anhalten, Stoppen, den eingeschlagenen Weg nicht blindlings weitergehen, aber auch auf-hören, hinhören, mich anrufen und erreichen lassen. Konvivialität – Inspirierende Perspektiven für gesellschaftlichen Wandel
DIVERSITÄT – VIELFÄLTIGKEIT
Wie gehen wir miteinander um? Die Ereignisse der letzten Jahre und die Nachrichten in den digitalen Medien zeigen das Problem: Reden, Konflikte lösen, diskutieren ... von Angesicht zu Angesicht wird immer schwieriger, viele beherrschen es nicht mehr. Die Kluft zieht sich oft durch Familien und Freundschaften. Die unterschiedlichen Meinungen der anderen werden zur Bedrohung, Gespräche verstummen, Ansichten verhärten sich. Es sind viele Konfliktlinien zu erkennen, zwischen individuellen und gemeinsamen Interessen, kurz- und langfristig, national und international, ...
ACHT PERSPEKTIVEN AUF VIER PFADEN FÜR DIE ZUKUNFT
In diesem Papier plädieren wir für acht Perspektiven auf vier Pfaden, die zu einem anderen Umgang miteinander und in Wirtschaft und Politik führen können. Wie kann gemeinsames gutes Leben gelingen? In der aktuellen Situation müssen wir uns bewusst sein: Es gibt kein fertiges Handbuch oder Rezept, nur einen schrittweisen Weg mit einer „flexiblen Landkarte“.

