Endbericht "Mit Menschen an Veränderung arbeiten" - Manchester 2022

Mit Menschen an Veränderung arbeiten
Christliches Engagement für eine gerechte Welt

15. – 18. November 2022
Luther King House, Manchester, Großbritannien

In diesem Bericht sollen einige der wichtigen Themen und Konzepte vorgestellt werden, die das Narrativ eines besonderen Seminars bestimmt haben. Das Hauptmerkmal des Seminars war, dass es keine „Hauptreferent:innen“ gab, sondern, dass die Teilnehmer:innen selbst, durch den von ihnen geleistete Arbeit vor Ort, die Expert:innen waren. Daher ist dieser Bericht ein Narrativ mit offenem Ende, das sich mit der Weiterarbeit an den hier besprochenen Themen und Herausforderungen anreichern lässt.

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Die Vorgeschichte 

Das Seminar in Manchester war eine gemeinsame Initiative des Cardijnvereins mit Sitz in Linz/Österreich, und der Church Action on Poverty, einer britischen Organisation mit Sitz in Manchester. Das Seminar wurde von nationalen Koordinator:innen aus fünf Ländern – Österreich, Finnland, den Niederlanden, Schweden und dem Vereinigten Königreich – organisiert. Es bot den Teilnehmer:innen Raum und Gelegenheit, über ihre eigene Praxis im Kontext nachzudenken und neue Arbeitsmethoden für sich selbst und andere in ihrem Umfeld zu entwickeln. Die Einladung wurde über die nationalen Koordinator:innen an Personen verschickt, die direkt mit lokalen Gruppen arbeiten. Die grundlegenden Kriterien, die wir mit den Koordinator:innen teilten waren, dass die Teilnehmer:innen folgende Voraussetzungen erfüllen sollten:

  1. sich für die Arbeit mit Menschen engagieren, um Alternativen zu schaffen und sich politisch für Veränderung einzusetzen, 
  2. nach neuen Wegen der christlichen Präsenz und des kirchlichen Engagements suchen, die dem Alltag und den Anliegen der Menschen am Rande der Gesellschaft nahe stehen,
  3. bereit um neue Formen der Professionalität zu erkunden, um bei den Menschen zu sein und einem offenen, rezeptiven und induktiven Ansatz für Aktivitäten zur Veränderung nachzugehen.

Ziele und Aufgaben des Seminars

Aufbauend auf den verschiedenen Lokalkontexten der Teilnehmer:innen zielte das Seminar darauf ab, gemeinschaftsbasierte Praxis zu entwickeln, die auf Bejahung und Unterstützung beruht: 

  1. die Würde von Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, 
  2. die Fähigkeit der Menschen, neue selbstorganisierte Formen für eine nachhaltige Gemeinschaft zu entwickeln und sich für politische Veränderungen einzusetzen,
  3.  eine Kirche, die sich verpflichtet unter und mit Menschen am Rande der Gesellschaft zu leben. 

Um diese Ziele zu erreichen, standen die drei Ziele des Seminars jeweils einen ganzen Tag lang im Mittelpunkt des Erfahrungsaustauschs, der Diskussion und der Reflexion: 

  1. Austausch und Reflexion über die Arbeitspraktiken, die bereits in verschiedenen Kontexten als Grundlage für gegenseitiges Lernen eingesetzt werden, 
  2. Modelle der Kirche zu klären, die für den Wandel in Gemeinschaften am Rand der Gesellschaft, wirksam sind. 
  3. Austausch über die Erfahrungen mit Lernprogrammen, sowohl für „Fachleute“ als auch für diejenigen, mit denen sie arbeiten, die zur Stärkung eines aktiven Engagements der Menschen für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit führen